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Ehrenscheibe
Jährlich findet das sogenannte Ehrenscheibenschießen statt. Jedes teilnehmende Vereinsmitglied schießt mit der kleinkalibrigsten Perkussionspistole im Verein auf die Ehrenscheibe. Die Scheibe ist verdeckt und in die Nichttrefferzonen sind markiert. Das Ziel soll außerhalb der Mitte plaziert sein. Die Schützen wissen nicht, wo das Ziel liegt. Mindestens 1 Schuss muss jeder Schütze abgeben. Soll heißen, ein Holztreffer ist Pflicht. Wer vorbeischießt, muß noch einmal schießen. Vorbeischießen und Motivtreffer kosten extra. Gewinner der Ehrenscheibe ist, wessen Einschuß dem Zielzentrum an nächsten ist. Der Gewinner der Ehrenscheibe ist der glückliche Ausrichter des alljährlichen Vereinsfestes und hat im nächsten Jahr eine selbstgefertigte Ehrenscheibe zu stellen.
Seit 1995 wird eine Replika von Pedersoli, eine Le Page im Kaliber .31 verwendet. Die Kugel im Durchmesser .307 oder 7,8 mm wird mit 10 grain Schweizer Nr. 2 angetrieben. Alle einschichtigen Holzscheiben, ob aus Eiche, Buche, Fichte, Tanne,.... in Stärken von 2 cm bis 5 cm werden auf 25 von dieser Kugel durchschlagen. Also, wie in Hollywoodwestern gerne gezeigt, die Holztischplatte eines Saloontisches ist eine schlechte Deckung, wenn im Saloon geschossen wird. Wie bei der Bezirksmeisterschaft Perkussionsgewehr bereits geschehen, kann auf 50m Entfernung eine Maxiballkugel im Kaliber .45 (230 grain Geschoß) mit einer Ladung von 50 grain Schweizer Nr.2 die 5mm Stahlprofile des Scheibenzuggestells durchschlagen und das Seil der Zuganlage glatt durchschießen. So etwas ist teuer.
Bitte beachtet daher: Vorderlader sind keine Spielzeuge!
Die Motive der Ehrenscheibe sollen eigentlich dem Schießsport mit Vorderladern angemessen sein. Allerdings ist da noch der Interpretationsspielraum groß. Einige Beispiele für Ehrenscheiben der vergangenen Jahre siehe unten.
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